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Ein paar traurige Zahlen.

Laut statistischem Bundesamt steigt die relative Zahl der tot geborenen Kinder bezogen auf die Zahl der lebend geborenen seit ca. 10 Jahren tendenziell an. Die Ursachen für diesen traurigen Umstand sind noch nicht hinreichend erforscht.

Eine relevante Information: bis 1994 wurden nur Kinder mit einem Gewicht von mind. 1.000 Gramm statistisch erfasst. Ab 1994 lag das Gewicht für die Erfassung als Totgeburt bei mind. 500 Gramm. 2018 wurde die Regelung noch erweitert um den Faktor der Schwangerschaftswoche. Es gelten als totgeborene Kinder alle mit einem Geburtsgewicht von mind. 500 Gramm oder wenn die 24. Schwangerschaftswoche erreicht wurde.

Ausnahme: Kinder einer Mehrlingsschwangerschaft werden auch als totgeboren beurkundet außerhalb der defi nierten Grenzen, wenn ein Geschwister lebend oder nach Definition tot geboren wurde.

    Fehlgeburten.

    Statistisch nicht durch offi zielle Stellen dokumentiert und auch schwer in der Gesamtzahl zu erfassen, sind die vielen Sternenkinder, die nicht unter die definierten Grenzen fallen.

    Sie hinterlassen die gleiche Trauer, die gleiche Leere, den gleichen Schmerz und bleiben bei ihren Eltern im Herzen und in Gedanken.

    Im Wandel der Zeit.

    Als Geburtshilfe noch zu Hause stattfand war der Umgang mit dem Verlust selbstverständlicher.

    Die Mütter- und Säuglingssterblichkeit war früher deutlich höher und der Umgang mit dem Tod gehörte zum Alltag. Totgeborene Kinder wurden oft im Familiengrab oder ggf. auch im Hausgarten beigesetzt und die Eltern hatten einen Ort zum Trauern.

    Die Verlagerung der Geburtshilfe ins Krankenhaus brachte eine große Veränderung im Umgang mit frühem Verlust. Es bestand die Überzeugung, dass der Verlust leichter wird, wenn man nicht darüber spricht und dem Verlust keinen Raum gibt.

    Eltern durften ihre verstorbenen Kinder nicht sehen, das erschwerte die Trauer sehr.

    Fehlgeburten wurden im Klinikmüll entsorgt. Dieser Umgang entpersonalisiert das Kind und die Verarbeitung des Verlustes wurde für betroffene Eltern noch problematischer.

    Der Preis des Fortschritts.

    Auch unsere hochentwickelte Medizin kann keine Garantie dafür geben, dass eine Schwangerschaft in die glückliche Geburt eines gesunden Kindes mündet. Die Versprechungen des medizinischenFortschritts machen es schwer zu akzeptieren, dass werdendes Leben nicht in jeder Hinsicht planbar und berechenbar und nicht alles „machbar“ ist.

    Die moderne Medizin kann Eltern auch unerwartet vor die Entscheidung über Leben und Tod ihres Kindes stellen. Etwa dann, wenn Untersuchungen des Ungeborenen in der Schwangerschaft (Pränataldiagnostik) eine schwere Fehlbildung aufzeigen.

    Termine

    15.10.2025

    Weltsternenkindertag

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